Mittwoch, 28. Juli 2010

Tipps und Informationen zur Kinderpatenschaft

Die Kinderpatenschaft beruht auf einer freiwilligen Fürsorge für ein Kind. Es gibt hierbei zwei Versionen: die internationale und die örtliche Kinderpatenschaft. Bei der internationalen Kinderpatenschaft wird ein Kind aus einer armen Region der Erde (Programmland) von einem oder mehreren Menschen aus einem reichen Land (Geberland) finanziell unterstützt. Mit den Geldern wird eine Vielzahl von Projekten finanziert, die einerseits das Kind direkt, andererseits dessen unmittelbares Lebensumfeld unterstützen. Erklärtes Ziel ist eine Verbesserung der Lebensumstände.

Üblicherweise wird monatlich, quartalsweise, oder jährlich ein bestimmter Geldbetrag an eine gemeinnützige Organisation überwiesen, die mit diesem Geld ein konkretes einzelnes Kind gezielt unterstützt, zum Beispiel im Rahmen seiner Schulbildung, seiner Grundversorgung oder seiner medizinischen Versorgung. Die darüber hinaus gehende Unterstützung des Umfeldes betrifft unter anderem die Familie des Kindes oder die zugehörige Dorfgemeinschaft. Die Patenschaft läuft dabei so lange, wie der Pate dazu bereit ist. Einen Vertrag über einen festen Zeitraum gibt es nicht. Das Patenkind ist dem Paten namentlich bekannt. Üblicherweise besteht ein Kontakt in Form eines gelegentlichen Briefaustausches mit Fotos. Manche Paten schicken kleine Geschenke, deren Form und Umfang mit der Organisation abgesprochen sind. Es ist auch möglich, das Patenkind in dessen Heimatland zu besuchen. Dies erfolgt nach ausführlicher Vorbereitung und nur in Anwesenheit eines Mitarbeiters der Organisation.

Zu den gemeinnützigen Organisationen, die eine Patenschaft vermitteln, gehören zum Beispiel Plan International, World Vision, die SOS-Kinderdörfer, kirchliche Träger usw. Eine Unterstützung der Kinderdörfer bedeutet hierbei nicht nur die Versorgung eines einzelnen Kindes, sondern darüber hinaus die Sicherung des Fortbestandes seines Lebensumfeldes an sich. Von den Spenden für die Patenschaft finanzieren die Kinderdörfer einerseits Lebensmittel, Kleidung und Schulmaterialien für das Patenkind, sowie darüber hinaus die Instandhaltung, Versorgung etc. der Kinderdörfer selbst.

Bei der örtlichen Kinderpatenschaft, auch Aktivpatenschaft genannt, werden Kinder innerhalb ihrer Familien unterstützt. Hierbei geht es nicht um finanzielle Hilfen für das Patenkind, sondern um mit ihm verbrachte Zeit. Auf ehrenamtlicher Basis können Menschen für einige Stunden pro Woche oder pro Monat mit einem Kind dessen Freizeit verbringen, es bei seinen Hausaufgaben betreuen, mit ihm Unternehmungen tätigen etc. Ziel hierbei ist meist eine Entlastung der Familien. Vermittelt wird eine örtliche Patenschaft durch Vermittlungsbüros, die den Wohlfahrtsorganisationen angegliedert sind. Hierzu gehören zum Bespiel die Caritas, der Deutsche Kinderschutzbund oder die Arbeiterwohlfahrt. Auch bei der örtlichen Kinderpatenschaft gilt der Aspekt der Freiwilligkeit. Im Rahmen eines bürgerschaftlichen Engagements engagieren sich hier vor allem Seniorinnen und Senioren. Der Name „Leihoma“ ist in diesem Kontext bereits seit langem fest etabliert.

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